Herz-&KreislaufHundePferde

Im Kreislauf der Jahreszeiten – Temperaturbelastungen durch Hitze bei Hund & Pferd

Mit dem hochsommerlichen Temperaturen der letzten Jahre müssen Mensch und Tier sich auf neue Herausforderungen einstellen. Hinzu kommt eine schwüle, nahezu tropisch anmutende Luftfeuchtigkeit. Also insgesamt eine den Kreislauf ziemlich belastende Wettersituation.

Bedenkt man, dass die Wohlfühltemperatur des Pferdes bei zehn bis 15 Grad Celsius liegt, ist es kein Wunder, wenn es bei 35 Grad plus matschig in der Box steht. Selbst der große Braune mit seinen fünf Jahren fühlt sich nicht ganz wohl. Er scharrt mit den Hufen, zeigt sich genervt beim Reiten und kurzatmig bei der kleinsten Steigung im Gelände. Mangels eines wasserführenden Baches regen wir den Kreislauf mit kalten Güssen an. Der Oldie zwei Boxen weiter bekommt Koffein.

Wir bevorzugen zur Unterstützung des Kreislaufs Nutrilabs Rubacel® equin. Damit wir auch im Hochsommer gut über die Runden kommen! Und für den Hund gibt es „ewiges Jugendkraut“ in Form von Canicox® GR, das die Organe und den Stoffwechsel so unterstützt, damit auch der alternde Labrador gerne mit uns ins Gelände geht. Dass Tempo und Strecke moderat angelegt sind versteht sich von selbst. Und mit viel Glück, finden wir doch noch ein Bächlein, das Wasser führt.

 

Titelfoto: © Andrea Kerssenbrock

Service-Kasten Wassertherapie

Bei der Therapie mit Kaltwasseranwendungen von etwa einer Minute pro Pferdebein werden über die Haut Temperaturreize vermittelt, die im Körper positive Reaktionen auslösen. Durch die temporäre Verengung der Blutgefäße und der anschließenden Gefäßerweiterung wird die Durchblutung im ganzen Körper gefördert. Das stärkt die Abwehrkräfte, regt das Herz-Kreislaufsystem sowie den Stoffwechsel an und belebt den Körper.

Wassertherapie beim Pferd © A. Kerssenbrock

Kneipp-Güsse sind simpel und effektiv. Die Güsse sollen ohne Druck erfolgen, der Wasserstrahl also gebunden aus dem Schlauch fließen. Idealer Durchmesser des Schlauches sind 18 bis 20 Millimeter, die Länge soll mindesten einmal locker um das Pferd reichen. Der Abstand beträgt rund zehn Zentimeter. Man unterscheidet drei Temperierungen: brunnenkalt (8–15° C), heiß (40–44° C) und heiß-kalt (Wechselguss).

Durch den thermischen Reiz der Kneipp’schen Güsse kommt es zu einer Reaktion der Körperzellen. Je nach Körperteil und Reizempfindlichkeit reagiert das Pferd unterschiedlich. Die Wirkung kann tonisierend (aufbauend) sein oder trainierend. Angeregt werden das Herz-Kreislaufsystem des Pferdes, der Wärmehaushalt, die Atmung, der Muskelstoffwechsel, das zentrale und vegetative Nervensystem sowie die Schmerzlinderung. Außerdem aktivieren die Güsse die Selbstheilungskräfte des Pferdes und stärken das Immunsysten.

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