Wissen / Inhaltsstoffe

Pflanzen, Aminosäuren & Vitamine. Eine Auswahl von in der Phytotherapie häufig eingesetzten Inhaltsstoffen.

Die Bedeutung der Inhaltsstoffe in Futtermitteln. Die Ergänzung von Futtermitteln mit diesen speziellen Zusatzstoffen hat sich in der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts rasant entwickelt. Auch die Spezialisierung und das Auffinden immer neuer und exotischerer Inhaltsstoffe stieg seit der Jahrtausendwende massiv an. Jeden Tag lesen wir in den Medien von neuen Erkenntnissen aus der Pflanzenchemie sowie von deren positivem Einsatz und Hinweisen bezüglich ihres wissenschaftlich korrekten Gebrauchs.

Dieser kurze Leitfaden liefert Ihnen Basisinformationen und dient als kurzer Überblick. So wurde bewusst darauf verzichtet, Literaturhinweise zu vermerken, um das Werk auch leicht lesbar und verständlich zu halten. Es wurde hingegen darauf geachtet, eine möglichst ausgewogene und repräsentative Information aus den mannigfaltigen Literaturquellen zu geben.

Pflanzen

  • Alant

    Alant

    Enthält Inulin, Pectin und Alantöl und wirkt schleimlösend, verdauungsfördernd und cholagogisch (Gallesaft treibend).

  • Ananasextrakt

    Ananasextrakt

    Enthält das Verdauungsenzym Bromelain, ein proteolytisches Enzym, welches bei Verdauungsschwäche eingesetzt wird.

     

  • Anis

    Anis

    Enthält das ätherische Öl Anethol. Dieses wirkt reizend auf Haut und Schleimhaut, wodurch der Sekretfluss der Atemwege angeregt wird. Des Weiteren wirkt es krampflösend und besitzt hemmende Wirkung auf das Wachstum von Bakterien. An diesen Wirkungen scheinen Begleitstoffe beteiligt zu sein.

     

  • Artischocken (Cynara Scolymus)

    Artischocken (Cynara Scolymus)

    Wirkung auf die Leber:
    Die Inhaltstoffe Cynarin und Cynaridin sowie andere Flavonoide wirken hepatoprotektiv (fangen zellschädigende Stoffe ab – die sogenannten freien Radikalen) und verstärken den Gallenfluß, indem sie die Leberzellen zur vermehrten Produktion von Gallensäure anregen. Darüber hinaus scheinen aber auch noch andere Mechanismen beteiligt zu sein, die derzeit intensiv untersucht werden. Im Mittelpunkt stehen Interaktionen von Flavonoiden mit Signalübertragungswegen im Zellinnern verschiedener Zellarten. Bei der Leber sind hier neben den Hepatocyten (Leberzellen) besonders die perivaskulären Zellen (Zellen um die Gefäße) zu nennen, die bei verschiedenen Lebererkrankungen wie beispielsweise der Fibrose eine wichtige Rolle spielen. Erste Ergebnisse deuten die Möglichkeit an, dass Artischockenblätterextrakte wirksam bei der Prophylaxe und Therapie der Leberfibrose eingesetzt werden können.

    Bedeutung als Schwefelquelle:
    Artischocken enthalten bioverfügbaren organischen Schwefel, der für die Integrität der neu gebildeten Zellen ein wichtiger Co-Faktor ist. Biologischer Schwefel ist ein Bestandteil des Körpereiweißes, besonders
    hohe Mengen sind in der Epitheldecke der Haut zu finden (Schwefel fördert dort die Wundheilung und hilft bei trockener, juckender Haut). Schwefel wird auch in das Bindegewebe und die Knorpelmatrix eingebaut – als Disulfid-Verbindungsbrücken des Kollagens und Keratins (Huf, Horn und Haar). Diese sind für deren Elastizität und Permeabilität verantwortlich. Die Neubildung von Kollagen fördert die Regenerierung zerstörten und beschädigten Gewebes. Der Schwefelanteil bedingt ferner die Stärke und Stabilität der Sehnen, Bänder und Gelenksstrukturen. Schwefel (Sulfat) unterstützt auch die bessere Ausscheidung von phenolhaltigen Verbindungen und damit die Entgiftung.

     

  • Beifuss

    Beifuss

    Die enthaltenen Bitterstoffe regen die Bildung von Magensaft und Gallenflüssigkeit an und unterstützen so die Verdauung.

     

  • Berberitze

    Berberitze

    Enthält die Isocholinalkaloide Berberin und Berbamin. Sie wirken wachstumshemmend auf Bakterien, Pilze und Protozoen (Einzeller). Zusätzlich besitzt sie einen hohen Anteil an Anthocyaninen und Vitamin C. Anthocyanine verlangsamen den körpereigenen Abbau von Vitamin C.

     

  • Bitterorange

    Bitterorange

    Enthält ätherische Öle (z.B.: Limonenöl), Bitterstoffe und Flavonoide. Wirkt antioxidativ, antiseptisch, beruhigend, krampflösend und verdauungsfördernd /appetitanregend. Ätherische Öle regen auch die Nierentätigkeit an und wirken so wassertreibend und desinfizierend. Enthält Anthocyanine, die den körpereigenen Abbau von Vitamin C verlangsamen. Das in der weißen Schalenhaut von Zitrusfrüchten enthaltene Bioflavonoid Hesperidin verhindert, dass das Vitamin C oxidiert und sollte daher immer zu Ascorbinsäure gegeben werden.

     

  • Bockhornklee

    Bockhornklee

    Bockshornklee beinhaltet Schleimstoffe, Saponine sowie Flavonglykoside und gilt als blutbildend, entzündungswidrig und schleimlösend. Es wirkt appetitanregend und hilft somit bei der Stärkung in der Rekonvaleszenz oder unerwünschtem Untergewicht.

     

  • Brennessel

    Brennessel

    Bewirken eine verstärkte Wasserdiurese (hoher Gehalt an Mineralstoffen). Wird in der Volksheilkunde u.a. bei Verschleimung der Brust und Lunge sowie bei Asthma eingesetzt.

     

  • Eibisch

    Eibisch

    Eibischblätter und Wurzeln enthalten Schleimstoffe, die sich schützend über entzündete Schleimhaut im Mund, Rachen sowie Magen-Darm-Trakt legen und somit die Reizeinwirkungen (v.a. mechanischer Reiz, bzw. kalter Luftzug) von der Schleimhaut fern halten. Des Weiteren wirken sie entzündungshemmend und immunstimulierend durch gesteigerte Phagozytose.

     

  • Ewiges Jugedkraut (Gymnostemma Pentaphyllum)

    Ewiges Jugedkraut (Gymnostemma Pentaphyllum)

    Gehört zu den 10 wichtigsten tonisierenden (=kräftigenden) Pflanzen (laut int. TCM-Kongress in Peking 1991). Hat starke antioxidative Wirkung durch direkte Neutralisierung der freien Radikale als auch durch Aktivierung des stärksten körpereigenen Antioxidans: dem Enzym SOD (SuperOxidDismutase).

     

  • Flohsamen (Psyllium)

    Flohsamen (Psyllium)

    Enthaltene Polysaccharide quellen im Darm und nehmen das 10-15fache an Volumen zu. Über den Dehnungsreflex im Darm wird die Peristaltik angeregt und der Darminhalt schneller ausgeschieden. Polysaccharide können auch eventuell vorhandene Bakterientoxine binden.

     

  • Gelbwurz (Curcuma Longa)

    Gelbwurz (Curcuma Longa)

    Die leberschützende Wirkung von Curcumin beruht auf seiner antioxidativen Fähigkeit die die Integrität der Zellmembranen bewahrt (nachweisbar am Gehalt von Leberenzymen im Blutserum). Des Weiteren hemmt es die Aktivität der Cyclo- und Lipoxygenase und wirkt dadurch schmerz- und entzündungshemmend.

     

  • Gingseng

    Gingseng

    Stimuliert die Immunabwehr: Vermehrung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten: T-Helfer-Zellen und B-Lymphozyten) die für die Infektabwehr zuständig sind, hebt die Schwelle bei Stressbelastung (man vermutet, dass Ginseng im Steuer- und Rückkopplungssystem zwischen Hypothalamus = Teil des Zwischenhirns, Hypophyse = Hirnanhangsdrüse und Nebennierenrinde regelnd eingreift) und erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und deren Gehalt an Hämoglobin. Die roten Blutkörperchen sind für den lebenswichtigen Sauerstofftransport verantwortlich.

     

  • Ginkgo

    Ginkgo

    Antioxidans, schützt die Mitochondrien (Kraftwerke der Zelle) vor freien Radikalen. Freie Radikale bedingen u.a. das Absterben der Gehirnzellen und entstehen während normaler Stoffwechselprozesse sowie vermehrt durch Stress, Umweltverschmutzung und Sonneneinstrahlung.

     

  • Hagebutte (Rosa Canina)

    Hagebutte (Rosa Canina)

    Die wirkungsbestimmende Komponente der Hagebutte ist die Ascorbinsäure (Vitamin C). Daneben enthält sie andere Vitamine (A, B1, B2, K, P) sowie Mineralstoffe, Spuren von Flavonoiden und Anthocyanen, Gerbstoffe, organische Säuren (Apfel- und Zitronensäure) und ca. 15 % Pektin.

    Die immunprotektive Wirkung basiert auf antioxidativen Eigenschaften. Die Hagebutte wirkt zudem mild diuretisch sowie aufgrund des Gehalts an Fruchtsäuren und Pektinen auch leicht abführend.

     

  • Hefe (Brauhefe)

    Hefe (Brauhefe)

    Hervorragende Nährstoffquelle (Spurenelemente, leichtverdauliches Eiweiß).

    Bedeutung für das Immunsystem:

    Reich an ß-Glucan, einem natürlichen Polysaccharin, das die Rezeptoren verschiedener Immunzellen sensibilisiert und damit die körpereigenen Abwehrkräfte („Fitnesstraining für das Immunsystem“) steigert.

    Regt Ausschüttung von Immunglobulin A an (sekretorische Immunglobuline im Gastrointestinaltrakt, die phagozytieren = nehmen pathogene Organismen auf).

    Hefezellwandbestandteile binden darmpathogene E-coli Bakterien, Salmonellen und deren Endotoxine.

     

  • Hopfen

    Hopfen

    Aus den Bitterstoffen Humulon und Lupulon entsteht im Körper das sedativ wirkende Methylbutenol (in manchen Gegenden bekommen unruhig schlafende Säuglinge und Kleinkinder Hopfenkissen). Hopfenextrakt: beruhigende Wirkung von (2)Methyl(3)buten(2)ol.

     

  • Ingwer

    Ingwer

    Wirkung auf Entzündung und Schmerz: DMPB (DiMethoxyPhenylButen = aktive Substanz im Ingwerextrakt) hemmt die Lipoxygenase (LOX) und Cyclooxigenase (COX) und damit die Bildung der Entzündungsmediatoren Prostaglandin, Leukotrien und Thromboxan wodurch es entzündungsschmerzhemmend wirkt. Die Effektivität ist vergleichbar mit der von nicht-steroidalen Antiphlogistika (z.B. Acetylsalicylsäure, Ibuprofen), hat aber nicht diese Nebenwirkungen (wie z.B. Magenblutungen), da es vorrangig LOX und COX-2 Enzyme, sowie nur teilweise COX-1 Enzyme hemmt.

    Wirkung auf Magen-Darm-Trakt: Gingerole und Shaogole verbessern die Motilität des Gastrointestinaltraktes (die Häufigkeit, nicht die Stärke); Enthaltene Scharfstoffe fördern die Speichel und Magensaftsekretion.

     

  • Inositol

    Inositol

    Sechswertiger Alkohol welcher ein Bestandteil der Zellmembranen (der Phospholipide) v.a. in hochaktiven Zellen (z.B. der Leber) ist, und als Bestandteil von Lezithin die Fettverbrennung unterstützt indem es für den Transport von Fettsäuren in die Leber sorgt.

     

  • Johannisbrotbaum

    Johannisbrotbaum

    Hülsenfrucht welche ballaststoffreich, fettarm und reich an Vitamin A, B, Calcium und Eisen ist.

     

  • Kaolin (Tonerde)

    Kaolin (Tonerde)

    Aluminiumhaltiges weißes Mineral. Wirkt wärmeisolierend und adsorbierend.

     

  • Katzenkralle

    Katzenkralle

    Wirkungen auf das Immunsystem: Oxindolalkaloide stimulieren die phagozytotische Aktivität von Makrophagen und anderer Immunzellen; Entzündungshemmende Wirkung: Ursolsäure ist ein äußerst wirkungsvolles entzündungshemmendes Agens, das dazu fähig ist, die Leukozyten-Elastase sowie die Aktivität der COX-2 und der 5-Lipoxygenase (LOX-5) zu hemmen. Procyanidine zeigen in Modellversuchen antiinflammatorische Aktivität durch Hemmung eines bestimmten Faktors (NF-KappaB) der für die Entstehung entzündlicher Prozesse mitverantwortlich ist. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ergaben klinische Studien eine signifikante Verbesserung.

     

  • Knoblauch

    Knoblauch

    Enthält Allicin: wirkt als Radikalfänger und blockiert im Körper Enzymgruppen (Cystein-Proteinasen und Alkoholdehydrogenasen) von eindringenden Bakterien, Viren oder Pilze durch Reaktion mit deren Thiolgruppen. Damit können diese nicht mehr ins Gewebe eindringen und ihr Stoffwechsel wird schwer geschädigt. Somit kann man Allicin als einen antimikrobiellen Wirkstoff mit breitem Spektrum bezeichnen. Zusätzlich scheint Knoblauch das Immunsystem anzuregen, indem es Killer-Zellen freisetzt, und besitzt antioxidative Wirkung.

     

  • Kollagenhydrolysat (Gelatine)

    Kollagenhydrolysat (Gelatine)

    Kollagen ist ein extrazelluläres Strukturprotein, also ein Eiweiß, das für die Festigkeit und die Flexibilität des Bindegewebes verantwortlich ist. Durch orale Aufnahme spezieller Kollagen-Hydrolysate können die Knorpelzellen des Körpers angeregt werden, vermehrt Knorpelgewebe zu bilden.

     

  • Lezithin

    Lezithin

    Phosphatidylcholin (Lezithin) ist für den Transport von Triglyceriden und anderen Fetten aus der Leber nötig und verhindert damit eine Anhäufung von Fett in der Leber. Des Weiteren liefert es Membranbestandteile die im Rahmen der Leberzellregeneration vermehrt gebraucht werden und verbessert die Stoffwechselaktivität der Zellen. Es wird normalerweise in der Leber aus Cholin und Inositol mit Hilfe von Vitamin B6 selbst synthetisiert, bei Leberstörungen ist die körpereigene Produktion allerdings eingeschränkt.

     

  • Limonenfrucht

    Limonenfrucht

    Enthält hohe Mengen an Vitamin C: stärkt die Abwehrkräfte (erhöhte Anzahl von weißen Blutkörperchen); wird zum Aufbau von Kollagen (Zusammenhalt der Zellen) benötigt.

     

  • Löwenzahblätter

    Löwenzahblätter

    Bitterstoffdroge: regt Gallefluss und Diurese an, wirkt allgemein stoffwechselanregend.

     

  • Mariendiestel

    Mariendiestel

    Wichtige Inhaltsstoffe der Mariendistel sind der Naturstoff-Komplex Silymarin (bestehend aus den Flavonoiden Silybinin, Silydianin und Silychristin) und Phytosterole. Silymarin agiert als Radikalfänger und Regulator des Glutathion (Peptid) und gehört zu den wichtigsten Antioxidantien des Körpers: als Stabilisator der Zellmembranen und Permeabilitätsregulator (verhindert das Eindringen lebertoxischer Substanzen in die Leberzellen); es stimuliert die Proteinsynthese und damit die Leberzellregeneration (hat auch zentrale Rolle für gute Hornbildung) und hemmt die Umbildung von Leberzellen in Myofibroblasten (Verhinderung der Leberzirrhose). Der Reinstoff wird auch als Antidot bei Knollenblätterpilzvergiftungen eingesetzt. Phytosterole haben eine ähnliche Struktur und Funktion wie Cholesterin, sie wirken auch stabilisierend auf Membranen.

     

  • Maulbeere Indische, Noni (Morinda Citrifolia)

    Maulbeere Indische, Noni (Morinda Citrifolia)

    Die Noni-Früchte gelten seit ewigen Zeiten als universelles Heilmittel. Sie sollen blutdrucksenkend, entzündungshemmend und schmerzstillend wirken und auch Depressionen vertreiben können. Das Alkaloid Xeronin soll an der Zellneubildung beteiligt sein und Schadstoffe ausleiten. Sie enthalten Isoflavonoide, Triterpenoide und Cumarine (u.a. Quercetin, Ursolsäure, Scopoletin) die Entzündungsmediatoren (IL-6, LOX+COX, PGE2) hemmen.

     

  • Melonen

    Melonen

    Die SuperOxidDismutase ist ein wirksamer Radikalfänger und schützt vor Zellzerstörung durch freie Radikale. Bei Arthrosen und Arthritis ist die Einnahme von SOD zu empfehlen. In einer Studie mit an Arthrose und Arthritis erkrankten Patienten, wurde festgestellt, dass durch SOD Schmerzen, Schwellungen und Entzündungen gelindert werden können.

     

  • Minz- und Eukalyptusöl

    Minz- und Eukalyptusöl

    Äußerlich angewendet wirkt es in geringen Konzentration tonisierend und durchblutungsfördernd.

     

  • Minze

    Minze

    Hat einen hohen Anteil an Anthocyaninen, das sind Bioflavonoide, die den körpereigenen Abbau des wichtigen „Freien Radikalfängers“ Vitamin C verlangsamen und stark erhöhte endogene Ascorbinsäurespiegel erzeugen. „Freie Radikalfänger“ üben einen Schutzeffekt auf die Zellen in Zeiten erhöhter Belastung aus.

     

  • Molkenproteine

    Molkenproteine

    Stimulieren die körpereigene Synthese von Glutathion, einem der effektivsten Antioxidantien des Körpers. Laktoferrin: ist ein in der Molke vorkommendes immunkompetentes Glykoprotein, das u.a. an der Koordinierung der Immunantwort beteiligt ist (sog. „Zytokinfunktion“).

     

  • Montmorillonit

    Montmorillonit

    Montmorillonit ist ein quellfähiges Tonmineral. Seine Funktion ist die Aufnahme von großen Mengen an übermäßigem Wasser und die Absorption von unerwünschten Stoffen (Stickstoffverbindungen, Toxine, mikrobielle Metaboliten). Des Weiteren bewirkt es durch seine Quellung eine Erhöhung des Darminhaltsvolumens und stimuliert dadurch die Darmmotorik. Der Nahrungsbrei wird intensiver durchmischt und besser enzymatisch verdaut.

     

  • Omega (Ω) Fettsäuren

    Omega (Ω) Fettsäuren

    Fette sind neben ihrer Funktion als Energielieferanten auch Träger von fettlöslichen Vitaminen, Bau- und Schutzstoffen. Essentielle Fettsäuren werden u.a. benötigt um Zellwände herzustellen. Ein Mangel an essentiellen Fettsäuren lässt das Fell rau und brüchig werden, verursacht Schuppen, schlechte Wundheilung und trockene Haut. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (besitzen Doppelbindungen) können vom Organismus entweder gar nicht oder nur in eingeschränkter Menge gebildet werden. Die quantitativ bedeutendsten Omega-Fettsäuren sind die Linol- und die Arachidonsäure (beides Ω -6) sowie die Linolen- und die Eicosapentaensäure C18 (beides Ω -3). Das optimale Verhältnis von Ω -3 zu Ω -6 Fettsäuren in der Nahrung liegt bei 1:4. Da mit der heutigen Ernährungsweise deutlich mehr Ω -6 Fettsäuren aufgenommen werden (bis zu 1:20) sollte der daraus resultierende Ω -3 Fettsäuren-Mangel mit einem höheren Verhältnis (1:0,6 statt 1:4) ausgeglichen werden.

     

  • Passionsblume

    Passionsblume

    Wird in der Phytotherapie gegen nervöse Unruhe, Reizbarkeit oder Angstzustände eingesetzt. Wirkungsweise erfolgt durch Bindung bestimmter Inhaltsstoffe an zentrale Rezeptoren.

     

  • Pfeffer

    Pfeffer

    Capsaicin: (u.a. im Pfeffer enthalten) bindet sich an Rezeptoren am Ende von Empfindungsnerven und führt zur Ausschüttung von Endorphinen, welche ähnlich wie Opiate analgetisch wirken.

     

  • Phytosterole

    Phytosterole

    Sterole sind Bestandteile des Zellsaftes in allen tierischen, menschlichen und pflanzlichen Zellen; fördern die Regenerationsfähigkeit der Haut und wirken somit gegen trockene Haut. Sojaöl enthält hohe Mengen an natürlichen Phytosterolen.

     

  • Prebiotika

    Prebiotika

    Sind definiert als Zucker, die selektiv bestimmten Darmbakterien Energie für Wachstum und Aktivität zur Verfügung stellen. Der Körper produziert nicht die notwenigen Enzyme für die Verdauung dieser Prebiotika, somit stellen sie die bevorzugte Nahrungsquelle bestimmter Mikroorganismen dar.

     

  • Probiotika

    Probiotika

    Waren klassisch als lebende Bakterienkulturen definiert, die eine effizientere Arbeit des Verdauungssystems bewirken. Diese sind jedoch nicht mehr zulässig und ohnehin nur bedingt sinnvoll, da sie von der Magensäure angegriffen werden und den Wirkungsort Darm kaum erreichen können (deshalb werden sie beim Menschen in säurefesten Kapseln verabreicht).

    Der neue Weg ist die Zufuhr von „Milieustoffen“, in denen sich körpereigene Laktobazillen, die den sauren pH-Wert des Darms aufrechterhalten und dadurch eine Ansiedlung unerwünschter Keime verhindern, besonders wohl fühlen und rasch wachsen: Molke mit Laktoferrin; dasselbe gilt für andere probiotische Keime‚ aber mit anderen Milieustoffen: Sojaproteine und Hefe.

     

  • Propolis

    Propolis

    Bienenharz: stimuliert das Immunsystem (deutlich höhere IgM-Titer und Interleukin 1-Freisetzung), wirkt antibakteriell (zerstört Zellwand der Bakterien und hemmt deren Protein-biosynthese) und antiphlogistisch (hemmt Cyclooxygenase und Lipoxygenase).

     

  • Rosmarin

    Rosmarin

    Wirkt spasmolytisch (krampflösend) an den Gallenwegen sowie am Dünndarm und steigert den Koronardurchfluss (Blutversorgung des Herzens).

     

  • Roter Sonnenhut

    Roter Sonnenhut

    Enthält Polysacharide, die an T-Zellen binden und deren Produktion an immunwirksamen Substanzen (z.B. Interleukin) induzieren. Das Resultat ist eine verstärkte Phagozytoserate („Fresszellenaktivität“).

     

  • Sojahydrolysat

    Sojahydrolysat

    Enthält wichtige Aminosäuren – insbesondere Arginin und Glutamin – die vermehrt für die Synthese schnell wachsender Zellen des Immunsystems benötigt werden. Glutamin ist auch der wichtigste Energieträger für bestimmte Zellen des Immunsystems sowie der Dünndarmschleimhaut.

     

  • Spaltkörbchen (Schisandra Chinensis)

    Spaltkörbchen (Schisandra Chinensis)

    Enthält Lignane (Schisandrine und Gomisine) welche die Phase I und Phase II Enzyme der Leber stark induzieren (Phase I und Phase II). Enzyme wandeln nicht ausscheidbare Stoffe (Xenobiotika = Fremdstoffe aus der Natur bzw. vom Menschen synthetische hergestellte Substanzen) in ausscheidbare Stoffe, um damit eine schnellere Clearance von potentiell toxischen Metaboliten zu bewirken. Weitere leberprotektive Mechanismen: Antioxidative Aktivität in den Leberzellen, Förderung der Glutathion Regeneration und Bindung von Metaboliten an Lebermikrosome.

     

  • Stevia

    Stevia

    Enthält den natürlichen Süßstoff Steviosid. Dieser hat die bis zu 300-fache Süßkraft von Zucker.

     

  • Süssholzwurzel (Lakritze)

    Süssholzwurzel (Lakritze)

    Glycyrrhicin wirkt entzündungshemmend (hemmt Prostaglandinsynthese und Lipoxygenase) und schleimhautprotektiv (normalisiert Schleimzusammensetzung).

     

  • Taigawurzel (Sibirischer Ginsgeng)

    Taigawurzel (Sibirischer Ginsgeng)

    Hilft bei Symptomen wie Müdigkeit und Schwäche. Aber auch in der Erholungsphase nach Krankheiten hat sich ihr Einsatz bewährt. Außerdem steigert sie die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit sowie Anpassungsfähigkeit gegenüber Stressoren (adaptogen) und wirkt Infekten durch die in der Pflanze enthaltenen Polysaccharide entgegen. Diese Zuckermoleküle besitzen eine ähnliche Struktur wie Moleküle in der Zellmembran von Bakterien. Sie trainieren das Abwehrsystem, ohne dass ein Erreger vorhanden ist.

     

  • Teufelskralle

    Teufelskralle

    Harpagoside hemmen bestimmte entzündungsauslösende Prostaglandine, kollagen zerstörende Enzyme (Kollagenasen) und knorpeldestruktive Enzyme (Matrix-Metallo-Proteinase). Darüber hinaus besitzt die Teufelskralle antiphlogistische und analgetische Wirksamkeit bei Arthrose.

     

  • Thymian

    Thymian

    Ätherische Öle (Phenole) regen die Tätigkeit des Flimmerepithels in den Atemwegen an, verflüssigen Schleim und fördern den Auswurf beim Husten. Thymol und Carvacrol hemmen des Weiteren das Wachstum von Bakterien, Viren und Pilzen. Gerbstoffe unterstützen die antientzündliche Wirkung und regulieren die Verdauung. Flavonoide wirken bronchospasmolytisch und krampflösend.

     

  • Trimethylglycin (Beatin)

    Trimethylglycin (Beatin)

    Wird zum „recyceln“ von Homocystein in Methionin benötigt. Homocystein schädigt Endothelzellen direkt und produziert Wasserstoffperoxid. Methionin kann zu SAMe (S-Adenosylmethionine) umgewandelt werden. SAMe methyliert und bildet in der Leber die essentiellste aller Substanzen: das Glutathion. Erhöhte SAMe Werte im Organismus können deutlich seine Fähigkeit zur Auto-Detoxifikation steigern (entlastet die Leber).

     

  • Weidenrinde

    Weidenrinde

    Die junge Rinde der Weide produziert Salikortin und Tremulactin, die zu Salizin umgewandelt werden. Die Wirkung des Weidenrindenextraktes unterscheidet sich von dem synthetisch erzeugten Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS – z.B. im Aspirin) durch den synergistischen Effekt seiner Inhaltsstoffe (Salizin, Polyphenol und Flavonglygoside). Die bessere Verträglichkeit des Weidenrindenextraktes beruht auf dem Fehlen der aggressiven Säuregruppe im Salizin (dadurch keine lokalen Magenschleimhautläsionen), welches erst im entzündeten Gewebe zur aktiven Salizylsäure wird und dem Fehlen der Acetylgruppe wodurch kein Einfluss auf die Blutgerinnung besteht.

     

  • Weihrauch (Boswellia Serrata)

    Weihrauch (Boswellia Serrata)

    Das Harz der Weihrauchbäume enthält neben ätherischen Ölen und Schleimstoffen ein Harz, das zum größten Teil aus Boswelliasäuren (pentacyclische Triterpensäuren) besteht, für die eine entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen wurde. Diese beruht auf der Hemmung der Leukotriensynthese. Weiterhin wirkt der Extrakt auch schmerzstillend. Weihrauch scheint daher vor allem interessant zur Behandlung chronischer Erkrankungen, die auf entzündlichen Vorgängen beruhen.

     

  • Weissdorn

    Weissdorn

    Fördert die Durchblutung des Herzens und damit die Leistungsfähigkeit (im spez. das Schlagvolumen).

     

  • Wintergrün (Gaultheria Procumbens)

    Wintergrün (Gaultheria Procumbens)

    Wintergrün gehört, wie Weidenrinde (Salix alba), zu den salizylhaltigen Pflanzen. Es enthält den schmerzstillenden und durchblutungsfördernden Inhaltsstoff Methylsalicylat. Dieses ist der Hauptinhaltsstoff (etwa 99 %) des ätherischen Öls. Es liegt in der Pflanze als Gaultherin (=Monotropitosid, ein Glykosid mit Glucose und Xylose) vor. Analog zu Salicin, wird das Gaultherin erst in Darm und Leber in den aktiven Wirkstoff umgewandelt. Durch die Freisetzung des aktiven Stoffes erst im Darm und nicht bereits im Magen kommt es im Gegensatz zu ASS (Aspirin) nicht zu Magenblutungen.

    Salicylate hemmen die Cyclooxygenase und damit die Bildung von an Entzündungen und Schmerzen beteiligten Prostaglandinen. Wintergrün wirkt schmerzstillend, entzündungshemmend und antirheumatisch.

     

  • Winterkirsche (Schlafbeere)

    Winterkirsche (Schlafbeere)

    Withanolide wirken adaptogen (helfen bei Gewöhnung an Stress, mildern Angstzustände und Nervosität).

     

  • Yucca

    Yucca

    Yucca Extrakt gleicht ein Potpourri aus Mikronährstoffen wie Enzymen, Chlorophyll, Vitaminen und Sekundären Pflanzenstoffen. Im Besonderen der hohe Gehalt an Saponinen hat wesentliche physiologische Wirkungen. Saponine begünstigen die Aufnahme anderer Wirkstoffe indem sie seifenartig die Oberflächenspannung verringern können. Alle gleichzeitig vorhandenen Nährstoffe werden dadurch besonders effizient resorbiert und schon kleine Wirkstoffmengen können ihre synergistische Wirkung zeigen. Sie stärken außerdem das Immunsystem durch die Förderung er Antikörperbildung und unterdrücken Protozoen, welche Gelenksentzündungen auslösen.

     

  • Zaubernuss (Hamamelis)

    Zaubernuss (Hamamelis)

    Enthält Hamamelitannin (= Gerbsäure), ätherische Öle und Chinasäure. Ätherische Öle wirken durch Reizung durchblutungsfördernd. Gerbsäuren und Chinasäuren wirken als Adstringentien. Sie reagieren mit dem Eiweiß der obersten Gewebsschichten und bilden eine fest zusammenhängende oberflächliche Membran, die eine milde antibakterielle und anästhetische Wirkung hat.

     

  • Zichorie (Wegwarte)

    Zichorie (Wegwarte)

    Fructooligosaccharide aus der Zichorie sind Zucker mit prebiotischer Funktion. D.h. sie dienen den sogenannten „guten“ Bakterien (z.B.Laobazillen) als Nahrung. Diese vermehren sich und verdrängen unerwünschte Keime. Die Zichorie enthält auch Bitterstoffe zur  Steigerung der Magensaftproduktion.

     

Aminosäruen

  • DL-Phenylalanin

    DL-Phenylalanin

    Phenylalanin kann die übermäßige Bildung des ermüdend wirkenden Neurotransmitters Serotonin verhindern; wirkt somit anregend. Phenylalanin selbst kann vom Körper über die Zwischenstufe Tyrosin in die Neurotransmitter Dopamin und Norepinephrin (Noradrenalin) umgewandelt werden. Noradrenalin ist mitverantwortlich für Aufgewecktheit, Gedächtnisleistung und gehobene Stimmung. Unzureichende Zufuhren können beim Menschen schwere Depressionen zur Folge haben.

    Racemische Gemische aus D- und L-Phenylalanin (DLPA) werden als Schmerzmittel oder auch bei Depressionen verabreicht. Sie wirken stimmungsaufhellend.

     

  • L-Arginin

    L-Arginin

    Wird für die Harnstoffbildung und den Ammoniakabbau benötigt und verbessert in hohen Mengen die Proteinsynthese (Anabolie) durch Ausschüttung von Wachstumshormonen. Wird im Körper zum Teil in Stickstoffmonoxid umgewandelt, welches die Blutgefäße erweitert (nach demselben Wirkprinzip wie Nitroglyzerin, das angewandt wird, um Arterien schnell zu erweitern wenn die Blutversorgung des Herzens unterbrochen ist). Stickstoffmonoxid wirkt darüber hinaus auch dem Verklumpen von Blutplättchen entgegen.

     

  • L-Lysin

    L-Lysin

    Aminosäure, die am Eiweißstoffwechsel beteiligt ist (Bedarf in anaboler Phase besonders hoch), dem Organismus als Ausgangsstoff für die Synthese von L-Carnitin dient und Heilungsprozesse beschleunigt.

    V.a. im Myosin und Kollagen enthalten. Kollagen ist ein Gerüsteiweiß und Hauptbestandteil der kollagenen Fasern (Stützsubstanz). Vorkommen: Bindegewebe, Sehnen, Bändern, Knorpel, Knochen.

    Myosin ist ein Muskeleiweiß und hat Bedeutung bei der Muskelkontraktion.

    Die Hauptmengen des industriell erzeugten L-Lysins werden in der Futtermittelsupplementierung eingesetzt, um den Nährwert natürlicher Futtermittel (Getreide) mit einem geringen Gehalt an L-Lysin deutlich zu steigern.

     

  • L-Tyrosin

    L-Tyrosin

    Tyrosin ist der Baustein der Neurotransmitter Dopamin und Adrenalin, Substanzen die an den Synapsen der Nervenzellen im ZNS und an den peripheren Nerven eine Erregung weiterleiten. Große Mengen an Neurotransmittern beeinflussen das Energiepotential des Organismus. Der Körper fühlt sich motivierter und energiegeladener. Ein Abbauprodukt des Tyrosins stellt das Tyramin dar. Dieses Gewebshormon führt zu einem Anstieg der Herzfrequenz, wirkt blutdrucksteigernd und erregend auf die glatte Muskulatur (Sympathomimetikum).

    Im Nebennierenmark werden aus L-Tyrosin die Hormone Adrenalin und Noradrenalin gebildet und bei Bedarf direkt an das Blut abgegeben. Die Bildung der Schilddrüsenhormone L-Triiodthyronin (T3) und L-Thyroxin (T4) im Colloid der Schilddrüse beruht ebenfalls auf Tyrosin-Untereinheiten.

    Tyrosin ist über L-DOPA auch Ausgangssubstanz für die Biosynthese von Melanin.

    Eine besondere Bedeutung hat das L-Tyrosin in Proteinen, die an Signaltransduktionsprozessen beteiligt sind.

     

  • Methionin

    Methionin

    Neben Cystein ist Methionin die einzige schwefelhaltige proteinogene Aminosäure.DL-Methionin kann zu Cystein umgebaut werden. Beeinflusst zusammen mit Cystein Stabilität der Zellwände = Festigkeit des Keratins. Aminosäure, deren Bedarf in anabolen Phasen besonders hoch ist.

    DL-Methionin (also das Racemat) wird zur Supplementierung (Ergänzung) von Futtermitteln eingesetzt. Dabei wird der Nährwert von Futtermitteln durch geringe Zusätze von DL-Methionin gesteigert. Dies ist dann von besonderem wirtschaftlichem Nutzen, wenn die natürlichen Futtermittel- Bestandteile einen mangelhaften Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren (Cystein/Cystin und Methionin) besitzen. Die mit weitem Abstand größten Mengen des synthetisch gewonnenen Methionins werden für diesen Zweck eingesetzt.

     

  • Taurin

    Taurin

    Schwefelhaltige Aminosäure; wird benötigt für die Stabilisierung des Flüssigkeitshaushaltes der Zellen und verfügt über membranschützende Eigenschaften. Sie ist ein starkes Antioxidans und kann Gewebe vor oxidativen Schäden schützen.

    Taurin kann von der Katze nicht selbst hergestellt werden.

     

Vitamine

  • L-Carnitin

    L-Carnitin

    L-Carnitin ist eine natürlich vorkommende, vitaminähnliche Substanz.

    Bedeutung als Energielieferant: ist als Co-Enzym am Transport von langkettigen Fettsäuren in die Mitochondrien (Kraftwerke der Zellen), und somit an der Energiegewinnung in Muskeln mit Dauerleistung (insbesondere dem Herzmuskel) beteiligt. Beim Abbau entsteht Acetyl-CoA welches eine zentrale Bedeutung in der Energiebildung und dem Aufbau körpereigener Fettsäuren hat.

    Bedeutung für die Leber: L-Carnitin hilft bei der Ausscheidung toxischer Substanzen.

    L-Carnitin wird im Körper selbst hergestellt, die Eigenproduktion ist aber im Alter eingeschränkt und oft unzureichend.

     

  • Vitamin A (Retinol)

    Vitamin A (Retinol)

    Für die Stabilität der Zellmembranen von Bedeutung.

    Wichtig für sämtliche Wachstumsvorgänge (insbesondere für das Wachstum und die Funktion von Epithelien (Haut, Haar und Horn) und die Sehkraft.

    Mangelerscheinungen: sehr trockene, harte Haut, trockenes, glanzloses Haar sowie Haarausfall, Bindehautentzündung und Hornhautverhärtung, Müdigkeit und erhöhte Infektionsanfälligkeit. Meist durch fettarme Kost auf der Basis von magerem Muskelfleisch oder durch qualitativ minderwertige und schlecht gelagerte Trockennahrung verursacht.

     

  • Vitamin B-Komplex

    Vitamin B-Komplex

    Alle B-Vitamine sind als Coenzyme wichtige Regulatoren im Kohlehydrat-, Fett- und Eiweißstoffwechsel. Sie wirken insgesamt stoffwechselaktivierend, sind wichtig für die Blutbildung und fungieren auch als Radikalfänger. Zusätzlich wirken sie sympatomimetisch und führen zur Erweiterung der Blutgefäße, v.a. der Niere.

     

  • Vitamin B1 (Thiamin)

    Vitamin B1 (Thiamin)

    Beteiligt am Kohlenhydrat-Stoffwechsel (erhöht während physischer Arbeit) und somit an der Energieproduktion; notwendig für ein funktionierendes Nervensystem. Ebenso wichtig für Muskeln und Wachstum.

     

  • Vitamin B12 (Cyanocobalamin)

    Vitamin B12 (Cyanocobalamin)

    Für die Bildung und den Abbau einzelner Aminosäuren verantwortlich; zusammen mit Folsäure an der DNA- Bildung und somit an der Erythrozytenbildung beteiligt an der Blutbildung beteiligt.

    Mangelerscheinung: Anämie.

     

  • Vitamin B2 (Riboflavin)

    Vitamin B2 (Riboflavin)

    Bestandteil zweier Coenzyme (Flavin mononucleotid FMN und Flavin adenin dinucleodid FAD); hat wichtige Funktionen im Kohlenhydrat-, Fett- und Proteinstoffwechsel: Wichtig für Wachstum und Fortpflanzung, Hautbild, Haarkleid, Krallen und Sehvermögen und hilft bei der Heilung von Hautläsionen.

    Mangelerscheinungen: Läsionen an den Lefzen, gespaltene Krallen, Gewichtsverlust, schlechte Muskulatur, trockene, schuppige Haut, vermehrtes Haaren, fettiges Haar, Koprophagie, Krämpfe der Hinterhand, rote juckende Augen.

  • Vitamin B3 (Nikotinsäure)

    Vitamin B3 (Nikotinsäure)

    Hilft beim Fettstoffwechsel, fördert ein gesundes Verdauungssystem, lindert Störungen von Magen und Darm, wichtig für eine gesunde Haut. Spielt auch eine wichtige Rolle in der Glykolyse (Glykolyse ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von enzymatischen Reaktionen, in denen Glucose in kleinere Fragmente gespalten wird), sowie ein Bestandteil  von NAD und NADP.

    Mangelerscheinungen: erste Anzeichen sind Hautveränderungen, Durchfall u. Appetitlosigkeit.

     

  • Vitamin B5 (Pantothensäure)

    Vitamin B5 (Pantothensäure)

    Beteiligt an der Umwandlung von Kohlenhydraten in Zucker für die Energiegewinnung sowie am Zellaufbau (Gewebe Wundheilung, Antikörper, Hormone).

    Zusammen mit Zink und Methionin beeinflusst Ca-Pantothenat die Festigkeit des Horns.

    Mangelerscheinungen: Erste Anzeichen sind Übersensibilität und Depressionen, Gastritis, Haarausfall, niedriger Blutzucker, verminderte Antikörperbildung und Verschlechterung allergischer Symptome. 0mg/l: ist für den Kohlehydrat-, Fett- und Aminosäurestoffwechsel sowie für die Bildung einiger Hormone und den Aufbau von Gewebe von Bedeutung.

     

  • Vitamin B6 (Pysidoxin)

    Vitamin B6 (Pysidoxin)

    Notwendig für Gesundhaltung der Nerven und Co-Faktor bei der Kollagenvernetzung (best. Formen der Arthritis sprechen positiv auf VitB6-Gaben an). Vitamin B6: ist beteiligt an der Absorption und Synthese von Aminosäuren (z.B. Taurin und L-Carnitin) sowie deren Umwandlung (z.B. Tryptophan in Niacin), dem Energiestoffwechsel (ATP) und der Hämoglobin- und Antikörpersynthese. Notwendig für die Aufnahme von Vitamin B12 und die Bildung von Antikörpern und roter Blutkörperchen.

    Mangelerscheinungen: Wachstumsstörungen, Anorexie, Herzerkrankungen, Anämie, hohe Serum-Eisenwerte.

     

  • Vitamin B9 (Folsäure)

    Vitamin B9 (Folsäure)

    Spielt eine essentielle Rolle beim Zellaufbau: beteiligt an DNA- und RNA-Bildung und somit an Erythrozytenbildung und Zellfunktion.

     

  • Vitamin C (Askorbinsäure)

    Vitamin C (Askorbinsäure)

    Als Strukturvitamin bekannt, da es ein essentieller Teil im Metabolismus der Gelenksmatrix und im Wachstum von Haut, Schleimhäuten sowie Haar und Horn ist. Notwendig für die Infektabwehr (stärkt weiße Blutkörperchen, stimuliert die Interferonbildung), wirkt entzündungshemmend (stimuliert Monozyten). Unterstützt den Histaminabbau (Histamin wird.

     

  • Vitamin E (Tocopherol)

    Vitamin E (Tocopherol)

    Wichtiges Antioxidans (verlangsamt den Alterungsprozesses). Es lagert sich an die Membran jeder Zelle, fängt die Sauerstoffradikale ab und trägt zur Funktionsfähigkeit (Zellatmung und Fettmetabolismus) der Zelle bei (Gaben sind bei arbeitsbedingten Gewebsschäden und Muskelschmerzensinnvoll). Dabei wird es selbst oxidiert und muss daher ständig ersetzt werden.

     

  • Vitamin H (Biotin)

    Vitamin H (Biotin)

    Coenzymfunktion im Eiweißstoffwechsel und in der Keratinproduktion (Grundsubstanz von Haaren und Hufhorn) notwendig; enthält nur geringe Mengen an Schwefel. Bestandteil vieler Enzyme und dadurch erforderlich für die Synthese von Vitamin C, Fetten, Proteinen und nicht essentiellen Aminosäuren. Wirkt zusammen mit den Vitaminen B2, B6, Niacin, und A und trägt zur Erhaltung einer gesunden Haut bei. Lindert Muskelschmerzen, Ekzeme und Hautausschlag. Mangelerscheinungen: Hauterkrankungen (Dermatitis), Hyperkeratose, Anorexie, Anämie, vermehrter Speichelfluss, blutiger Durchfall.

  • Vitamin K3

    Vitamin K3

    Für die Produktion der Blutplättchen und damit der Blutgerinnung nötig.

     

  • Vitaminähnliche Substanz Cholin

    Vitaminähnliche Substanz Cholin

    Wird zu den B-Vitaminen gezählt; wichtiger Bestandteil von Phospholipiden. Wichtige Phospholipide sind Lecithin (= phosphorilisiertes Cholin) und Acetylcholin (= Neurotransmitter).

     

  • Vitmain D3 (Cholecalciferol)

    Vitmain D3 (Cholecalciferol)

    Wichtig für Kalziumaufnahme (Bildung von Knochen und Zähnen) sowie die Erregung von Nerven und Muskulatur.