Ein stabiles Mikrobiom unterstützt nicht nur die Verdauung, sondern trägt wesentlich zur allgemeinen Gesundheit von Hund und Katze bei.
Das Mikrobiom von Hund und Katze: Mehr als nur Verdauung
Als Mikrobiom bezeichnet man die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm. Diese Darmbakterien leben in einem fein abgestimmten Gleichgewicht und erfüllen lebenswichtige Aufgaben:
Aufspaltung und Verwertung von Nährstoffen
Schutz vor krankmachenden Keimen
Unterstützung des Immunsystems
Stabilisierung der Darmbarriere
Regulierung der Kotkonsistenz
Ist die Darmflora beim Hund oder bei der Katze intakt, arbeitet der Verdauungstrakt effizient und widerstandsfähig. Kommt es jedoch zu einer Störung, können Verdauungsprobleme die Folge sein.
Ursachen für eine gestörte Darmflora
Eine Dysbalance des Mikrobioms kann viele Auslöser haben. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Futterwechsel oder ungeeignete Fütterung
Stress (z. B. Reisen, Tierarztbesuche, neue Umgebung)
Infektionen mit Bakterien oder Viren
Parasiten
Medikamente, insbesondere Antibiotika
Durchfall beim Hund oder bei der Katze ist oft eines der ersten sichtbaren Anzeichen dafür, dass die Darmflora aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Prä-, Pro- und Postbiotika: Gezielte Unterstützung für die Darmgesundheit
Um die Darmgesundheit von Hund und Katze zu fördern, haben sich drei Gruppen funktioneller Inhaltsstoffe bewährt, die sich gegenseitig ergänzen.
Präbiotika – Nahrung für die Darmbakterien
Präbiotika sind unverdauliche Ballaststoffe, die gezielt das Wachstum nützlicher Darmbakterien fördern. Sie schaffen die Grundlage für eine stabile Darmflora.
Probiotika – lebende Mikroorganismen
Probiotika sind lebende Bakterienkulturen, die das Mikrobiom direkt unterstützen können. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch stark von der Darmumgebung ab – insbesondere bei akutem Durchfall ist diese oft ungünstig.
Postbiotika – effektive Unterstützung unabhängig von lebenden Kulturen
Postbiotika sind Stoffwechselprodukte probiotischer Bakterien, z. B. Enzyme, organische Säuren oder Zellbestandteile. Sie gelten als besonders wertvoll für die Darmgesundheit beim Hund und bei der Katze, da sie:
direkt auf die Darmschleimhaut wirken
die Darmbarriere stärken
das lokale Immunsystem modulieren
ein darmfreundliches Milieu fördern
Im Gegensatz zu Probiotika müssen Postbiotika den Darm nicht erst besiedeln – sie wirken sofort und sind besonders gut geeignet, wenn der Darm bereits gereizt oder geschädigt ist.
Durchfall bei Hund und Katze: Warum der Darm ganzheitliche Unterstützung braucht
Bei akutem Durchfall verliert der Körper nicht nur Flüssigkeit, sondern auch Elektrolyte. Gleichzeitig wird das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora weiter gestört. Eine reine Symptombehandlung greift hieroft zu kurz.
Sinnvoll ist eine ganzheitliche Unterstützung, die:
die Kotkonsistenz stabilisiert
Flüssigkeits- und Elektrolytverluste ausgleicht
die Darmschleimhaut schützt
den Wiederaufbau des Mikrobioms unterstützt
Moderne Durchfall-Konzepte setzen deshalb zunehmend auf Kombinationen aus prä-, pro- und postbiotischen Komponenten.
Mikrobiom-orientierte Unterstützung in akuten Phasen
Gerade in akuten Phasen können ergänzende Produkte helfen, den Darm gezielt zu entlasten und gleichzeitig die Darmflora von Hund und Katze zu unterstützen. Formulierungen mit Postbiotika sind dabei besonders interessant, da sie unabhängig von lebenden Kulturen wirken und den Darm direkt stabilisieren können.
Ein Beispiel für einen solchen Ansatz ist die Estifor Rapid Paste, die bei Durchfall eingesetzt wird und prä-, pro- sowie postbiotische Bestandteile mit Elektrolyten kombiniert. Der Fokus liegt dabei auf schneller Stabilisierung und gleichzeitiger Unterstützung des Mikrobioms – ohne den Darm zusätzlich zu belasten.